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Ausgabe 15/2012
Unruhiges Europa
Spanien mutiert immer mehr zum Unruheherd. Wie jetzt bekannt wurde, haben sich iberische Banken im letzten Monat rund doppelt so viel Geld bei der EZB geliehen als im Monat davor. Das Problem dabei: Es ist vollkommen intransparent, ob die Banken das Geld brauchen oder nur die günstigen Konditionen nutzen.
Das ist das gesamte Dilemma der Schuldenkrise. Eine klare Struktur, in der man Chancen und Risiken erkennen und bewerten kann, existiert nicht. Das trifft sowohl für die Schuldenseite selbst zu, wo es so viele Nebentöpfe gibt, dass selbst die handelnden Protagonisten langsam die Übersicht verlieren. Aber auch die etlichen Rettungsfonds und Transaktionskonten zwischen Banken und Notenbanken stiften mehr Verwirrung, als das sie Sicherheit geben könnten.
Entsprechend turbulent geht es auch bei den jeweiligen Auktionen von Staatspapieren zu. Die letzten Tage brachten dabei kaum eine neue Erkenntnis, in welche Richtung es denn nun gehen soll. Der eine gewann, der andere verlor und die Begründungen, warum die eine Auktion besser lief als die andere, waren mehr als dünn. Die EZB selbst versucht hier zwar, mehr Ruhe hineinzubekommen. Dazu zählt auch, dass man erneut eigene Aktivitäten ankündigte. Doch zeugt das mehr davon, das man Getriebener ist und nicht, dass man gestaltet...
Die Themen:
- Schuldenkrise bleibt intransparent.
- Roche kämpft um Illumina.
- Swatch treibt Konsolidierung voran.
- Ems-Chemie liefert robuste Zahlen.
- Nexus profitiert von Trend zu eHealth.
- Gerresheimer überrascht positiv.
- Nachgehakt: SGL Carbon und VTG.
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