Ausgabe 26/2012

Alle wollen Deutschlands Geld

Und wieder ein europäisches Gipfeltreffen, das als Erfolg und Durchbruch im aktuellen Krisenmanagement verkauft wird. Dabei können auch diese Ergebnisse niemandem gefallen, der halbwegs noch an den ursprünglichen Sinn von EU und Währungsunion glaubt.

Tatsache ist: Die neuesten Beschlüsse sind ein weiterer Schritt zur Schuldengemeinschaft. Da hilft es nicht, dass Frau Merkel erneut widerstanden hat und ihre Zusage zu Euro-Bonds verweigerte. Abgesehen von ihrem recht theatralischen Beharren („solange ich lebe“) kommt es langsam auch nicht mehr darauf an, welches Label auf der immer weiter vollzogenen Vergemeinschaftung der Schulden steht. Die Wirkungsweise ist entscheidend.

Und die bekommt nun eine neue Qualität. Federführend dabei ist Italien. Dessen Ministerpräsident Mario Monti hat Entscheidendes erreicht. Denn Staaten, die sich an die Regeln zur Haushaltsführung halten und dennoch Geld vom EFSF oder später ESM benötigen, sollen zum einen keine weiteren Auflagen erhalten und zum anderen auch nicht durch die Troika aus EU, EZB und IWF kontrolliert werden. Im Grunde bedeutet dies Geld ohne Gegenleistung. Die Beschreibung „sich an die Regeln halten“ dürfte dabei wie immer sehr flexibel gehandhabt werden...

Die Themen:

  • Gipfel-Beschlüsse: Italien und Spanien erpressen sich mit Veto Zugeständnisse.
  • Risiko Bankenunion: Deutsche Einlagensicherung im Visier.
  • Droht die Fusion Glencore/Xstrata zu platzen?
  • Leclanché bringt deutsche Energiewende auf Touren.
  • Salzgitter im Tal der Gewinn-Tränen.
  • So geht es auch: AMAG profitiert von besserer Struktur.
  • Globaler Druck: C.A.T. Oil gerät in Strudel des fallenden Ölpreises.

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